Laufen macht glücklich zum Zweiten, Gickellauf zum Ersten
Anstrengend
war mein heutiger Lauf Richtung Hohe Kanzel im Taunus. Gestartet sind
wir auf etwa 450 m ü.d.M. Und es ging anfangs recht steil bis auf 612
m ü.d.M. Für Läufer, die eher flache Strecken gewohnt sind, war es eine
echte Harausforderung. Ich laufe zwar bei mir in der Nähe mehrmals die
Woche teilweise einige Hügel hoch, aber heute dachte ich schon, an meine
Grenzen gekommen zu sein.
Kennt
Ihr das? Ihr lauft gerade los und kommt mit Eurem Puls auf 170-180
Schläge pro Minute. Der Atem bleibt weg, andere Läufer überholen Euch.
Ihr versucht aber trotzdem mitzuhalten. So ging es mir heute sehr, sehr
lange.Wollte ich da aufhören?
Steil
hoch ging es etwa 3,5-4,0 km lang. Erst dann kam ein Moment, ab dem man
so richtig sprinten und alles geben konnte. Das tat ich auch. Teilweise
hatte ich um die 30 km/h drauf. Schneller bin ich schon lange nicht
mehr gelaufen. Und es fühlte sich so gut an.


Habe
ich mir ein Ziel für heute gesetzt? Na klar. Ich wollte die Zeit
schaffen, die die beste Frau letztes Jahr bei demselben Wettbewerb
erreichte. Ich bin zwar nicht Erste geworden, aber diese Zeit habe ich
um etwa drei Minuten unterboten. In meiner Altersklasse war ich als
Erste ins Ziel gekommen. Jetzt Schluss mit der Lobduselei. Ich bin aber
unglaublich happy, und hoffe, dass Ihr e mir verzeihen könnt...
Dieser
Lauf hat mich auf jeden Fall eines gelehrt: Mit Höhenmetern ist nicht
zu spaßen. Es ist schwierig, den Berg hoch zu kommen, wenn man nicht
regelmäßig ähnlich läuft. In gewisser Art und Weise war es auch eine
kleine Generalprobe für meine nächste Challenge am kommenden Sonntag
beim K2-Lauf
in Szczecin. Nur dass es dort noch 2111 m weiter geht. Das
Streckenprofil ist aber sehr ähnlich. Ich freue mich schon heute drauf.
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